Wir sind für Sie da!

Wir bieten Einzelnen, Paaren und Familien fachliche Unterstützung in Partnerschafts- und Familienfragen, in schwierigen Lebensphasen und in Krisensituationen.
Die Beratung ist offen für alle erwachsenen Menschen, unabhängig von Familienstand, Nationalität, Religionszugehörigkeit und sexueller Orientierung.
 

Unser Angebot

Einzelberatung

In der Einzelberatung sprechen Sie alleine mit einer Beraterin oder einem Berater. Ein Einzelgespräch ist in der Beratungsstelle vor Ort, aber auch als Telefonberatung, als Videoberatung und als Online-Beratung möglich. Einzelgespräche dauern in der Regel etwa 50 Minuten lang. Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Sekretariat Ihrer lokalen Beratungsstelle oder in der Online-Beratung

Paarberatung

In der Paarberatung sprechen Sie als Paar zu zweit mit einer Beraterin oder einem Berater. Ein Paargespräch ist in der Beratungsstelle vor Ort, aber auch als Telefonberatung, als Videoberatung und als Online-Beratung möglich. Paargespräche dauern in der Regel etwa 50 Minuten lang. Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Sekretariat Ihrer lokalen Beratungsstelle oder in der Online-Beratung

Familienberatung

In der Familienberatung sprechen Sie als Eltern(teil) zusammen mit einem oder mehreren erwachsenen Kind(ern) mit einer Beraterin oder einem Berater. Ein Familiengespräch ist in der Beratungsstelle vor Ort, aber auch als Videoberatung und als Online-Beratung möglich.Familiengespräche dauern in der Regel etwa 90 - 120 Minuten lang. Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Sekretariat Ihrer lokalen Beratungsstelle oder in der Online-Beratung

Familien mit minderjährigen Kindern bitten wir, sich an die örtlichen Erziehungsberatungsstellen zu wenden.

Beratung in der Gruppe

Wir bieten Gruppen für Einzelpersonen und Gruppen für Paare an. Unser aktuelles Angebot an Gruppen finden Sie hier

Mediation - eine andere Art der Konfliktlösung

Im Laufe der Zeit gibt es bei einem Paar, einer Familie, in einem Arbeitsteam immer wieder Veränderungen, die dazu führen, dass neue Regelungen und Absprachen notwendig sind. Das können neue Familienkonstellationen (Geburt eines Kindes, Auszug eines Kindes, Pflegebedürftigkeit eines Elternteils…), veränderte Arbeitsbedingungen (Erwerbstätigkeit von beiden Partnern, Stellenwechsel, Arbeitslosigkeit…) finanzielle oder andere Gründe sein.
Sachliche Konflikte werden häufig durch emotionale Auseinandersetzungen verschärft und führen manchmal zu erbitterten Streitigkeiten. Eine gute Alternative zu endlosen und unproduktiven Streitigkeiten oder schweigendem Aushalten und Ausharren bietet die Familienmediation an.

Ziel der Mediation
Das Ziel der Mediation ist es, mit Hilfe eines neutralen Vermittlers, der Mediatorin oder des Mediators, individuelle und interessengerechte Lösungen zu finden. Diese werden von den Parteien selbst erarbeitet. Die Mediatorin unterstützt die Verhandlungen, ohne selbst zu entscheiden. Sie ist weder Richter, noch Therapeut, sondern Vermittlerin, die die Rahmenbedingungen für eine vertrauliche Verhandlungssituation schafft. Auf diesem Weg kann eine von allen Parteien eigenverantwortlich und fair ausgehandelte Regelung gefunden werden, die in einem verbindlichen Memorandum oder Protokoll schriftlich festgelegt wird.

Anlass für eine Familienmediation
Die Familienmediation ist das geeignete Verfahren zur Regelung von familiären Konflikten in ehelichen, nichtehelichen und nachehelichen Beziehungen, in denen sachliche Lösungen angestrebt werden. Die Inhalte werden von den beteiligten Parteien festgelegt. Verhandlungen in der Mediation setzen Gesprächs- und Einigungsbereitschaft sowie die Fähigkeit aller Partner voraus, grundsätzlich eigenverantwortlich und selbstbestimmt für die eigenen Interessen einzustehen.
In einer Trennungssituation kann durch die Mediation darüber hinaus z.B. eine gute Lösung für die Belange der Kinder gefunden werden. Die Mediation erspart hier in einer Vielzahl von Fällen auch Geld und Zeit gegenüber einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Anmeldung und Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Münster bietet ein flächendeckendes Netz von qualifizierten Mediatorinnen und Mediatoren, die nach den bundeseinheitlichen Standards der "Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation" (BAFM) ausgebildet sind.
Um sich anzumelden wenden Sie sich einfach an eine Beratungsstelle, in der eine Mediatorin oder ein Mediator tätig ist.

Kosten der Mediation
In privaten Mediationspraxen werden Honorarsätze von 60 – 200 € pro Stunde berechnet. In der Beratungsstelle werden die Kosten durch den Träger übernommen, es wird aber eine Beteiligung in Form einer Spende gewünscht. Über die Höhe kann zu Beginn der Mediation verhandelt werden. Je nachdem wie viele Fragen zu klären sind beträgt die Dauer des Mediationsverfahrens zwischen 3 und 10 Sitzungen.

Stellen mit ausgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren
Ahaus: Michael Glaremin 
Ahlen: Lisa Frings, Sandra Middendorf 
Beckum: Sandra Middendorf 
Coesfeld: Petra Küpers, Jane Schulze Scholle 
Datteln: Antje Volpert 
Dorsten: Beate Borgmann 
Dülmen: Monika Holtkamp, Mandana Rommen 
Emsdetten: Ingrid Brauckmann-Janning 
Greven: Ingrid Brauckmann-Janning 
Kreis Kleve: Karola Ritter, Andreas Heimbach 
Lünen: Ingrid Löblein 
Marl: Beate Borgmann, Ute Bücker 
Münster: Monika Dallmöller 
Oelde: Lisa Frings 
Recklinghausen: Ute Bücker, Antje Volpert 
Steinfurt: Monika Seeger 
Warendorf: Lisa Frings 

Ablauf einer Mediation
In der Mediation wird der Wunsch der Parteien gefördert, eine faire Regelung und sachgerechte Lösung bei Streitfragen zu erreichen.
Folgender Ablauf hat sich dabei bewährt:
Erstgespräch
Zunächst ist zu klären, ob die Mediation für die Betreffenden überhaupt das geeignete Verfahren ist. Im Erstgespräch erhalten die Parteien zunächst Informationen über:
•    Die Mediation und alternative Konfliktlösungsmodelle
•    Ziel und Verlauf des Mediationsverfahrens
•    Kosten der Mediation
Stellt sich heraus, dass für das Paar, die Familie, die Klärung der Beziehung im Vordergrund steht, kommt statt oder vor einer Mediation eine Beratung oder Therapie in Betracht. In einem Team kann statt Mediation auch Supervision sinnvoll sein. Die Parteien lernen danach die Grundsätze und Spielregeln der Mediation kennen und klären die Frage, ob sie mit der Mediatorin zusammenarbeiten können und wollen. Wenn sich die Parteien entschieden haben die Mediation durchzuführen, schließen sie einen Mediationsvertrag, in dem die Grundregeln der Mediation und die jeweiligen Anteile an den entstehenden Kosten festgehalten werden.
Themensammlung
Die Beteiligten stellen in einem weiteren Schritt die Themen zusammen, die jeder von ihnen in der Mediation behandeln möchte. Beispiele sind:
•    Betreuung und Versorgung der Kinder
•    Engagement im Haushalt
•    Urlaubsplanung/Urlaubszeiten
•    Finanzen
•    Freizeitregelungen
•    Arbeitsverteilung
Weiter verständigen sich die Parteien auf eine Reihenfolge, in der mögliche Themen bearbeitet werden. Manchmal gibt es wichtige Fragen, für die zunächst Übergangsregelungen vereinbart werden müssen. Geklärt wird außerdem, ob es für einzelne Themen notwendig ist, weitere Informationen einzuholen um die anstehenden Themen bearbeiten zu können.
Bedürfnisse und Interessen
Die Mediatorin achtet darauf, dass jeder Beteiligte seine Sichtweisen zu dem jeweiligen Thema ausführlich darstellen und erläutern kann. Ziel dabei ist es, dass sich alle Beteiligten über ihre Wünsche und Bedürfnis im Klaren sind. Je klarer jeder über seine Interessen Bescheid weiß, desto leichter sind Lösungen zu finden, mit denen alle Betroffenen einverstanden sind.
Optionen entwickeln
Die Beteiligten entwickeln nun mit Hilfe der Mediatorin denkbare Lösungsmöglichkeiten, die den Bedürfnissen und Interessen aller Seiten gerecht werden. Diese Optionen sind zunächst nur Möglichkeiten, so dass hier auch Raum für neue, ungewöhnliche Ideen ist. 
Fairness- und Gerechtigkeitskriterien
Verbindlich sind für alle Menschen nur die Absprachen, die den subjektiven Gerechtigkeitskriterien entsprechen. Unsere Vorstellungen davon, was fair und gerecht ist, ist geprägt von gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Normen ebenso, wie von Wertvorstellungen unserer Herkunftsfamilie. Oft ist es in der Mediation sinnvoll, sich über die eigenen Gerechtigkeitskriterien zu verständigen, damit die zu schließenden Vereinbarungen von allen Beteiligten als fair und gerecht empfunden werden.
Verhandeln
Unter der Mithilfe der Mediatorin erarbeiten die Beteiligten anschließend eine Vereinbarung zu den einzelnen Themen. Sie überprüfen dabei u.a., ob in den angedachten Lösungen die zuvor festgestellten Interessen und Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt sind. Die Mediatorin unterstützt sie darin, Schwierigkeiten und Blockaden bei der Verhandlung zu überwinden und zu einen gemeinsamen erfolgreichen Ergebnis zu kommen.
Manchmal macht es dabei Sinn auch zeitlich befristete Vereinbarungen zu treffen.
Abschlussvereinbarung
Die zu den einzelnen Themen erarbeiteten Regelungen werden schließlich zusammengefasst und in Form eines Protokolls von allen Beteiligten unterschrieben. Gibt es Bereiche, in denen Rechtsfragen eine Rolle spielen kann es vorher notwendig sein, einen Beratungsanwalt hinzu zu ziehen
 

Sexualberatung

Sexualberatung
Keine Lust? Klappt „es“ nicht? Sexuelle Schwierigkeiten mit dem Partner / der Partnerin und / oder mit sich selbst?
Über sexuelle Themen wird meist nicht gesprochen im persönlichen Umfeld und oft auch nicht in der Partnerschaft.  Andere Frauen oder Männer haben ein erfülltes Sexualleben, aber bei Ihnen läuft es einfach nicht?  Oder Sie fühlen sich selbst blockiert?
Wir beraten Sie
•    wenn Sie sich mit Ihrem Körper/ Ihrer Sexualität unwohl fühlen
•    wenn Sie oder Ihr/e Partner/in lustlos sind
•    wenn Ihre Sexualität eingeschlafen ist
•    wenn Sie sich wegen sexueller Probleme häufig streiten
•    wenn Sie unter sexuellen Funktionsstörungen (Erektions-, Erregungs-, Orgasmus-Störungen, Vaginismus) leiden
•    wenn Sie nach Ihrer sexuellen Identität suchen
•    wenn Sie sexuelle Übergriffe erlebt haben

….. und bei weiteren Fragen rund um das Thema Sexualität 

Methodisch arbeiten wir mit verschiedenen Ansätzen. Grundsätzlich ist unsere Arbeit systemisch-integrativ orientiert. Zusätzlich sind einige Kolleg*innen in der Arbeit mit dem Hamburger Modell ausgebildet.

Fremdsprachliche Beratung

Wir bieten Beratung in folgenden Sprachen an:

Englisch
Kisuaheli
Kroatisch
Polnisch
Portugiesisch/Spanisch
Russisch

Bitte klicken Sie auf die gewünschte Sprache. Sie werden dann zum entsprechenden Angebot weitergeleitet oder zu den Beratungsstellen, an denen Beratung in der jeweiligen Sprache stattfinden kann.

Begleitung in der Kinder-Wunsch-Zeit

Unerfüllter Kinderwunsch ist oft ein Tabu-Thema. Trotz des großen Wunsches und trotz aller Bemühungen bleibt die ersehnte Schwangerschaft nicht selten aus. Häufig kommt es zu Gefühlen des persönlichen Versagens, von Scham und Neid auf andere Frauen, die vermeintlich „ganz einfach“ schwanger geworden sind. Möglicherweise wird der daraus resultierende Druck auch durch gesellschaftliche Bedingungen im Laufe der Zeit größer. Viele Frauen und Paare haben schon etliche Arzt- und Klinikbesuche hinter sich, die oft eine große Belastung darstellen – vor allem wenn sich trotz aller Bemühungen die ersehnte Schwangerschaft nicht einstellt. 
Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch erleben häufig eine Achterbahnfahrt der Gefühle vor, während oder nach reproduktionsmedizinischer Behandlung; häufig stolpern Paar über unterschiedliche Erwartungen und Belastungsgrenzen. Immer wieder finden auch Paare den Weg in die Beratungsstellen, die bereits Kind(er) haben, bei denen sich keine weitere Schwangerschaft einstellt. Auch diese Situation kann als sehr belastend erlebt werden, stößt jedoch in der Gesellschaft auf wenig Verständnis. Darüber hinaus beobachten wir einen Anstieg an gleichgeschlechtlichen Paaren, für die der Wunsch nach einem Kind zum Thema wird; auch diese finden in der Kinderwunschberatung der EFL Begleitung und Unterstützung. Die EFL versucht der Bandbreite an Fragen und Themen von Paaren durch die Erweiterung dieses Angebots Rechnung zu tragen.
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann nicht nur für Paare, sondern auch für Singles ein belastendes Thema sein – für Menschen, die das Gefühl haben, einfach nicht den richtigen Partner, die richtige Partnerin zu finden, aber dennoch eine große Sehnsucht nach einem Kind erleben. Hier kann die Beratung Unterstützung bei der Reflexion des Wunsches bieten. 
Insbesondere Frauen werfen sich bei Kinderlosigkeit persönliches Versagen vor und schämen sich. Entlastende und unterstützende Gespräche helfen bei der Verarbeitung dieser Gefühle. Häufig spielt Trauerarbeit eine wichtige Rolle – beim Umgang mit Fehl- oder Totgeburten, aber manchmal eben auch beim Abschied vom Kinderwunsch. 
Es ist durchaus sinnvoll, sich schon früh im Beratungsprozess damit zu beschäftigen, wie Paare und Singles in ihrem Leben Erfüllung finden können, sollte der Kinderwunsch unerfüllt bleiben. Ob es eine berufliche Neuorientierung ist, soziale Patenschaften für Kinder, Engagement im Tier- oder Umweltschutz oder auch die Aussicht auf längere Reisen, die Beraterinnen unterstützen die Ratsuchenden sensibel und einfühlsam darin, Perspektiven für eine positive Zukunft zu finden. Denn rund 60-70 % der Paare müssen leider erkennen, dass der Wunsch nach einem Kind trotz aller Bemühungen nicht in Erfüllung geht –  auch der Gang zur Kinderwunschklinik bietet keine Garantie. Doch auf der anderen Seite treten immer wieder in oder nach der Beratung auch Schwangerschaften ein; oder Paare entscheiden sich für den Weg der Pflegschaft oder Adoption.
Manchmal reicht in Kinder-Wunsch-Zeiten schon ein entlastendes Gespräch, andere Paare nehmen die Begleitung durch die EFL über längere Zeit in Anspruch. Ziele der Beratung können Entlastung, Orientierung, Begleitung, Stärkung und Entscheidungsfindung sein. Es werden Einzelgespräche, Paargespräche, offene (Paar-) Gruppen und auch Online-Sprechstunden und (Online-) Vorträge angeboten.

2021 haben drei Beraterinnen der EFL im Bistum Münster die Ausbildung zur Psychosozialen Kinderwunschberaterin beim Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD) absolviert. Christiane Vogt (EFL Steinfurt und Greven), Sandra Middendorf (Ahlen und Beckum) und Nicole Wiethoff (Moers und Xanten) unterstützen mit dem Angebot zur Begleitung von Paaren und Einzelnen in der Kinder-Wunsch-Zeit die beiden langjährigen und ebenfalls BKiD-zertifizierten Kolleginnen Ursula Richard (Coesfeld und Münster) und Lisa Frings (Oelde, Warendorf und Ahlen).
Die BKiD-zertifizierten EFL-Beraterinnen bilden gemeinsam die Qualitätsgruppe „Kinder-Wunsch-Zeit“, die sich mit aktuellen Entwicklungen zu den oben genannten Inhalten befasst und ihre Kompetenzen über die Fachberatung hinaus den Kolleg:innen in Form von Supervision und Fachtagen zur Verfügung stellt.