Jahresbericht der EFL-Beratungsstellen im Kreis Steinfurt

Ihren Jahresbericht 2021 haben die Leitungen der EFL-Beratungsstellen im Kreis Steinfurt jetzt veröffentlicht: Ursula Frank-Lösing (rechts), Dorothee Valk (links) und Michael Remke-Smeenk. © Bistum Münster

Die Herausforderungen und Belastungen wachsen weiter. Für Paare, für Familien – und auch für Einzelpersonen. „Wir erleben gerade immer neue Krisen, dazu kommt die jeweils persönliche Situation“, wissen die drei Leitungen der sechs Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen (EFL) des Bistums Münster im Kreis Steinfurt, Ursula Frank-Lösing, Dorothee Valk und Michael Remke-Smeenk. Wer sich mit all dem allem überfordert fühlt und Hilfe wünscht, der wendet sich immer öfter an die Beratungsstellen vor Ort in Steinfurt, Rheine, Emsdetten, Greven, Ibbenbüren und Lengerich, fügen sie bei der Vorstellung ihres gemeinsamen Jahresberichts 2021 an. Es gehe darum, Unterstützung zu bekommen, um so wichtige Themen anzugehen, Krisen zu bewältigen und Lösungen dafür zu finden.

1819 Menschen, davon 1092 Frauen und 724 Männer, haben im vergangenen Jahr Hilfe in einer der sechs EFL-Beratungsstellen im Kreis Steinfurt gefunden. Damit ist die Nachfrage im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren leicht angestiegen. Die EFL verzeichnete 5622 Gesprächskontakte, davon waren 28 Prozent Paar- oder Familiengespräche, in denen beide Partner gemeinsam ihre Situation reflektierten und sich um eine Lösung bemühten. 16 Prozent waren Einzelgespräche mit Männern, 46 Prozent Einzelgespräche mit Frauen. Von der Beratung der Eltern profitierten 1218 minderjährige Kinder. Die Hälfte aller Ratsuchenden war zwischen 30 und 50 Jahre alt.

Vermehrt, erläutern die EFL-Leitungen weiter, nutzen auch junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren das Beratungsangebot. Und worüber sie sich freuen: „Ein erster Beratungskontakt kam in der Hälfte der Fälle innerhalb von zwei Wochen zustande, in weiteren 29 Prozent innerhalb von vier Wochen.“ Angesichts der großen Nachfrage bemühe man sich an allen Standorten, schnellstmöglich den Menschen zu helfen: „Sie sollen mit jemandem sprechen können, der sich Zeit für sie nimmt und mit ihnen auf die krisenhafte Situation schaut.“ Neben den Terminen in Präsenz, die wieder deutlich zunehmen, ergänzen Telefon- und Video-Beratungen das Angebot dauerhaft.

„In Balance bleiben“ – das Thema des bistumsweiten Jahresberichtes gelte auch für 2022. „Wir müssen lernen, mit Krisen umzugehen“, betont Michael Remke Smeenk, Leiter der Beratungsstellen in Ibbenbüren und Lengerich. Und Ursula Frank-Lösing, zuständig für Steinfurt, Emsdetten und Greven, fügt an: „Wir müssen den Umgang damit lernen, weil das Leben weitergeht.“

Dorothee Valk erlebt bei den Beratungen in Rheine, dass die Erschöpfung der Menschen zunimmt, die Ressourcen aufgebraucht sind. Möglichkeiten, neue Energie zu tanken, seien in Krisenzeiten schwierig zu finden: „Belastungen und Unsicherheiten bleiben.“ Mit ihnen im Alltag fertig zu werden, darum gehe es.

Der Bericht macht aber zudem deutlich, dass die Gestaltung des eigenen Lebens, die Herausforderungen an Ehe und Partnerschaft sowie die Familienlebensformen anspruchsvoller geworden seien.

Als psychologischer Fachdienst des Bistums Münster ist es Aufgabe der EFL, Menschen in herausfordernden Lebenssituationen, Krisen und Konflikten professionell zu beraten und in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. In den Kontaktgesprächen versuchen die Beraterinnen und Berater, den Klientinnen und Klienten Raum und Zeit zu geben, um Wünsche, Bedürfnisse und Hoffnungen zu formulieren. Sie bekommen Gelegenheit, Enttäuschungen zu verarbeiten, Pläne und Ziele zu schmieden, die sie als Paare haben, aber auch als Einzelpersonen.

Ratsuchende können sich in den EFL-Beratungsstellen des Bistums Münster in Emsdetten, Telefon 02572/9419019, Greven, Telefon 02571/986581, Ibbenbüren, Telefon 05451/500223, Lengerich, Telefon 05481/9020880, Rheine, Telefon 05971/96890 und Steinfurt, Telefon 02551/864446, melden. Eine Kontaktaufnahme ist auch online über die Homepage www.ehefamilieleben.de möglich.

Gudrun Niewöhner

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