Generationenwechsel bei der EFL im Kreis Kleve steht an

© Bistum Münster: Jennifer Dellnitz, Maximiliane Decker, Anika Rinke und Jarek Weisser (von links) sind neu im Team der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Kreis Kleve. Sylvia Booltink fehlt auf dem Foto.

Neue Gesichter gibt es bei der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Kreis Kleve. Vier Beraterinnen und ein Berater haben in den EFL-Beratungsstellen im Kreis Kleve ihren Dienst aufgenommen. „Das ist schon der Beginn eines Generationenwechsel“, sagt Leiter Stephan Billen. „Es ist toll, dass wir durch die neuen Kolleginnen den Umfang unserer Beratungsstunden nicht reduzieren müssen“, freut sich Billen.

Die neuen EFL-Kolleginnen und -Kollegen haben alle nicht nur eine soziale Grundausbildung und kommen aus anderen Berufen. Um fit zu sein in der Beratung für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen ist die Teilnahme an einem Masterstudiengang erforderlich, der im zweijährigen Wechsel in Köln, Münster und Paderborn angeboten wird. „Wir haben hohe Grundvoraussetzungen, die unsere Berater erfüllen müssen“, betont Billen. Das sei wichtig, denn „die Problematiken, mit denen die Menschen zu uns kommen, sind sehr komplex geworden“. Daher ist die EFL Teil eines großen Netzwerkes verschiedener Organisationen mit teils spezialisierten Beratungsangeboten. Es seien vor allen Dingen Paare und Personen, die wegen Problemen in ihrer Partnerschaft das Beratungsangebot der EFL wahrnehmen. Anika Rinke ist studierte Dramatherapeutin mit Weiterbildungen in Psychodrama und zur Systemischen Beraterin. „Die Erfahrung hilft mir, Emotionen sichtbar und fühlbar zu machen und auf kreative Art und Weise an persönlichen Themen innerhalb der Beratung arbeiten zu können“, sagt sie. Das Master-Studium im Sozialmanagement hat Maxi Decker erfolgreich absolviert, parallel arbeitet sie in der Jugendpastoral des Bistums Münster. „Ich möchte die Menschen in der Beratung dabei unterstützen, herausfordernde Situationen und Problemlagen oder Krisen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und dabei eine Hilfestellung zu deren Bewältigung geben“, erklärt Maxi Decker. Einen Master-Abschluss in psychosozialer Beratung und Mediation hat Jennifer Dellnitz, die bislang unter anderem in der Suchtberatung gearbeitet hat. Sie sagt: „Die Arbeit dort hat mir gezeigt, wie entscheidend stabile Beziehungen und ein unterstützendes Umfeld für persönliche Entwicklung sind.“ In der EFL könne sie gezielt an der Dynamik von Beziehungen arbeiten. Jarek Walser ist Pastoralreferent in der Pfarrei St. Maria Magdalena in Geldern und hat nun auch EFL-Beratungsstunden übernommen. „Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zu begleiten, war schon immer meine Leidenschaft. In der beraterischen Welt der EFL-Arbeit ist die Vielfalt an Lebensgeschichten, Themen und Problemen noch größer. In diese Welt einzutauchen, füllt mich mit Respekt und Demut, aber auch mit viel Vorfreude“, sagt er. Seit 25 Jahren als Schauspielerin tätig ist Sylvia Booltink, die Anglistik, Germanistik, Medienwissenschaften und Psychologie studiert hat und zur Dramatherapeutin weitergebildet wurde. „Ich möchte gerne Menschen dabei unterstützen, ihren Weg aus einer Krise oder schwierigen Situation zu finden, damit sie wieder frei und in Verbindung mit sich selbst und anderen leben können“, sagt sie. Grundsätzlich werden die neuen Beraterinnen zwar an einem Standort bleiben, bei Bedarf können sie aber flexibel einspringen, sagt Billen. Ihren Schwerpunkt wird Maxi Decker in der EFL Geldern haben, Jarek Walser in Goch, Anika Rinke in Kleve und Jennifer Dellnitz in Kleve und Emmerich. Auch weiterhin bietet die EFL neben persönlicher Beratung ihren Service im Internet an. Billen: „Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass es für viele Menschen einfacher ist, erst anonym eines unserer Angebote im Netz zu nutzen und danach gegebenenfalls noch den Weg zur Beratung vor Ort zu finden. Das Angebot der EFL ist kostenlos, jedoch wird um eine freiwillige Spende gebeten. Es richtet sich an alle erwachsenen Menschen mit Beratungsbedarf, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Religionszugehörigkeit. Weiterhin verfügbar sei zudem die Online-Beratung. So dass auch Menschen, die nicht mobil sind, nicht auf das Angebot der EFL verzichten müssen.
Christian Breuer

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