Die Sterndeuter als ein Lebensthema

Künstlerin Juliana Heidenreich (links) und Ursula Demmel vor einer der Collagen Heidenreichs im Foyer der EFL-Beratungsstelle. © Bistum Münster

In der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) in Münster können Besucherinnen und Besucher ab sofort den drei Weisen nachfolgen. Die Künstlerin Juliana Heidenreich stellt bis März eine Auswahl ihrer Malereien, Skulpturen und Illustrationen unter dem Titel „Von wegen…“ aus. Die Aachenerin ist für die Mitarbeitenden der EFL im Bistum Münster keine Unbekannte: Rund 20 Jahre lang arbeitete die Ärztin als EFL-Beraterin, zunächst in der Beratungsstelle in Münster, anschließend viele Jahre am Niederrhein. „Es fühlt sich vertraut an, hier zu sein. Ich gehöre zwar nicht mehr zum Team, trotzdem ist es ein bisschen wie ein Zurückkommen“, sagt Juliana Heidenreich am Tag der Vernissage mit einem Lächeln.

Die Kunst spielt schon seit mehreren Jahrzehnten eine wichtige Rolle in Heidenreichs Leben. In ihrem Atelier in Aachen hat sie nach ihren künstlerischen Weiterbildungen unzählige Objekte für Einzelausstellungen geschaffen. Seit 30 Jahren begleiten sie dabei die drei Weisen, mit denen sich die passionierte Musikerin vielschichtig und humorvoll der Lust am Unterwegssein und der Sehnsucht nach Ankommen widmet. Für die Ausstellung in der EFL Münster hat sie sich bewusst für Farbe entschieden und ihre Zeichnungen in Form von Collagen auf einen jeweils in Blautönen gemalten Untergrund gebracht. „Eine Farbe, die beruhigt und Wärme schafft – und die den Himmel symbolisiert“, erklärt sie. 

Ursprünglich als Weihnachtsgruß für das private Streichquartett gezeichnet, haben sich die sternkundigen Weisen zu treuen Begleitern der Künstlerin in allen Lebenslagen entwickelt. „Wir begegnen den Abgründen des Lebens gemeinsam mit unerschütterlicher Zuversicht“, sagt Juliana Heidenreich. Ihre Motivation schöpft sie unter anderem aus der Kunst: „In diesen Zeiten, in denen alle nur über Krise sprechen, möchte ich einladen, auch diese Zeiten als ein Stück des Weges zu betrachten.“ Dabei seien Irrwege durchaus erlaubt, „denn das einzige Scheitern ist, wenn man sich nicht auf den Weg macht und in einer unguten Lage verharrt.“ Weil Juliana Heidenreich in ihrer Kunst selbst gerne mit Sprache arbeitet, freut sie sich, wenn der Betrachter bei der Interpretation der Zeichnungen und Skulpturen selbst aktiv wird. „Man darf alles wörtlich übersetzen, es gibt keine falsche Deutung“, lädt sie ein.

Viele Berührungspunkte zur Arbeit in der EFL kann Ursula Demmel, Leiterin der Beratungsstelle in Münster, in Heidenreichs Kunst entdecken. „Die Illustrationen haben etwas sehr Berührendes“, sagt sie. „Es geht bei ihr wie bei unserer Arbeit auch um Prozesse, Veränderungen und Entwicklungen, letztlich um die Fülle des Lebens, wozu auch die schweren Zeiten gehören.“ Besonders der humorvolle Umgang mit letzteren hat Ursula Demmel angesprochen: „Das kann eine gute Haltung sein, mit Schwierigkeiten umzugehen. Das Schwere annehmen, aber das Leichte nicht verlieren.“ Bereits nach den ersten Tagen kann die Leiterin eine Wirkung feststellen, die von den blau-farbenen Collagen, die im Eingangsbereich und im Flur der Beratungsstelle hängen, ausgeht: „Wir Mitarbeitenden gehen anders durchs Haus, hier ist ein Stück Himmel eingezogen.“

Die Ausstellung „Von wegen…“ wird bis März 2023 zu sehen sein. Neben den Klientinnen und Klienten der EFL können auch Interessierte nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 0251 135330 die Ausstellung besuchen.

Ann-Christin Ladermann

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